#72stunden „Uns schickt der Himmel – die 72-Stunden-Aktion des BKDJ“ – für die Wedemark arbeiteten Arche Noah (DPSG) Wedemark und NABU-Wedemark e.V. eng zusammen.

Am Wochenende 24.05. bis 26.05. fand die so genannte „72-Stunden-Aktion“ der Pfadfinder vom Stamm Arche Noah (DPSG) Wedemark erstmalig in Zusammenarbeit mit dem NABU-Wedemark statt.
Die 72-Stunden-Aktion wird vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gemeinsam mit seinen Diözesan- und Jugendverbänden durchgeführt. Hierbei engagieren sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene 72 Stunden lang eigenverantwortlich und selbstorganisiert in einem sozialen Projekt. Der Grundgedanke ist „in 72 Stunden die Welt ein Stückchen besser machen.“ Angemeldet hatten sich in diesem Jahr rund 85.000 Teilnehmer in 3.400 Gruppen, darunter auch 45 internationale Gruppen.
Für den Wedemarker Stamm wurde die 72-Stunden-Aktion letztmalig vor 11 Jahren ausgerichtet und so war die Freude und Beteiligung groß. Es waren über 30 Teilnehmer der DPSG Arche Noah Wedemark – vom Wölfling (ab 7 Jahre) bis zum Gruppenleiter – und motivierte Unterstützer des NABU-Wedemark e.V. am Werk, um die Welt in der Wedemark „ein Stückchen besser zu machen“. Die Vorbereitung und Durchführung des Projekts wurde vom NABU-Wedemark tatkräftig unterstützt und die zur Verankerung notwendigen Materialien wurden vom NABU Wedemark und der Gemeinde Wedemark zur Verfügung gestellt.

Im Vorfeld der 72-Stunden-Aktion wurde schon vieles im Geheimen von den Vorsitzenden und den NABU-Ansprechpartnern vorbereitet und in die richtigen Bahnen gelenkt, was eine Durchführung mit Spaß, Kreativität und Teamwork letztendlich möglich machte. Die Teilnehmer und Gruppenleiter der Pfadfinder allerdings tappten bis zum Start im Dunkeln – die Spannung auf die Verkündung der Aufgabe war groß! Zu Beginn der Aktion fanden sich alle am Freitag am Pfarrhaus der katholischen Gemeinde St. Marien in Mellendorf ein, wo sie dann endlich die zu bewältigende Aufgabe und einige Hintergrundinformationen erfuhren:

Greifvogel-Ansitzstangen für die gesamte Wedemark sollten gebaut, verteilt und aufgestellt werden. Die Ansitze sollten den anmutigen Vögeln wie z.B. Bussarden, Weihen und Eulen, bei der Jagd auf kleine Nagetiere helfen. Durch die zunehmend zusammenhängenden landwirtschaftlichen Flächen finden die heimischen Greife nur wenige Sitzmöglichkeiten, um Beute aus einer Beobachtungsposition zu jagen.

Sogleich ging es los mit Planen, Vernetzen und Beschaffen von Informationen: Wie sahen denn nochmal Ansitzstangen aus? Wie groß sind die Vögel, die sich darauf niederlassen sollten? Und welches Material wird benötigt? Diese und unzählige weitere Fragen wurden diskutiert und es entstand ein gemeinsames Bild des Projekts. Die Kinder und Jugendlichen legten sich voller Tatendrang ins Zeug, um an dem besonderen Wochenende „richtig was zu schaffen“.

Bildergalerie
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Am Abend wurde das Lager für die nächsten Tage aufgeschlagen, auf der so genannten Schmetterlingswiese am Rande des Otternhagener Moores errichteten die „Pfadis“ eines ihrer typischen Schwarzzelte, die Jurte, und gestalteten ihr Arbeitsumfeld.
Am Samstag zeigten sich die Pfadfinder aller Altersstufen voller Elan mit guten Ideen, patenter Umsetzung und schwerem Werkzeug. 54 schlanke Erlenstämme wurden entastet und 32 Winkeleisen vorbereitet – es wurde gesägt, gebohrt, geflext und geschraubt. Außerdem wurden die Stellplätze und Fahrrouten geplant und Material zur Befestigung bereitgelegt. Das Ergebnis war beeindruckend: über 50 Ansitzstangen konnten fertiggestellt werden!

Der Sonntag wurde dann zur Rundfahrt durch die ganze Wedemark. Mit Trecker und Gummiwagen, zwei weiteren Zugfahrzeugen mit großen Anhängern und einem Versorgungswagen startete die fröhliche Truppe ausgelassen mit Gejohle und Gesang auf ihre Mission. An 11 Standorten in Berkhof, Elze, Brelingen, Schadehop, Gailhof und Mellendorf fanden die selbstgebauten Frachtstücke ihre neuen Plätze. Tatkräftig bugsierten die Pfadis die vier bis fünf Meter langen Ansitzstangen teilweise durch unwegsames Gelände und stellten sie unter Anleitung der Großen fachmännisch auf.

Eine unserer fertigen Ansitzstangen. Insgesamt haben wir 40 in der Wedemark aufgestellt.

Die 72-Stunden-Aktion endete um 17Uhr am Sonntag wieder am Pfarrhaus St. Marien, wo sich alle Teilnehmer, Helfer und Eltern einfanden, um die letzten Tage Revue passieren zu lassen. Zufrieden konnten die Pfadis mit ihrem Ergebnis sein: 40 Ansitze hatten sie geschafft! Ein guter Grund sich zu feiern – und dann schmutzig und müde die heimische Dusche oder Badewanne aufzusuchen. Die gemeinsame Aktion der DPSG Arche Noah Wedemark und dem NABU-Wedemark e.V. war ein voller Erfolg und alle Beteiligte dürfen zu Recht stolz auf das Geschaffene sein.

Die Metallstützen tragen das Logo der diesjährigen Aktion von DPSG und NABU und werden mit Sicherheit dem ein oder anderen aufmerksamen Spaziergänger auffallen.

Autorinnen: Britta Stadie & Sonja Brand